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29 November 2021

5 Wege zur Entwicklung der emotionalen Kompetenz Ihrer Belegschaft

Author: Vanessa Paisley

Ein hoher IQ ist nicht der Schlüssel zum Erfolg. Eine von Dr. T. Bradberry – dem Autor des Bestsellers Emotionale Kompetenz 2.0 – durchgeführte Studie hat nämlich ergeben, dass Menschen mit einem durchschnittlichen IQ-Wert besser abschneiden, als Menschen mit einem höheren Intelligenzquotienten. Weitere Untersuchungen ergaben, dass diese Anomalie am häufigsten durch eine höhere emotionale Intelligenz erklärt werden kann. Wenn wir also dank dieser sozial-emotionalen Kompetenzen in der Lage sind, bessere Leistungen zu erbringen, stellt sich folgende Frage: Wie können L&D- und HR-Fachleute ihren Mitarbeitern bei der Entwicklung einer emotionalen Kompetenz helfen?

Bei emotionaler Intelligenz (EQ) handelt es sich um eine übertragbare Fähigkeit, die derzeit in sämtlichen Bereichen der Arbeitnehmerschaft gefragt ist.

Der Begriff wurde von zwei Forschern – Peter Salavoy und John Mayer – entwickelt und von Daniel Goleman in seinem gleichnamigen Buch von 1996 beschrieben. Man versteht darunter die Fähigkeit, die eigenen Emotionen zu verstehen und zu steuern.

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Wie bei anderen Formen der Intelligenz (IQ und CQ – kulturelle Kompetenz) gibt es auch hier eine Debatte über die Frage von Natur oder Veranlagung. Die meisten Experten sind sich aber einig, dass es Elemente der EQ gibt, insbesondere soziales emotionales Lernen, die man sich aneignen kann.

Es gibt konkrete Mittel, die emotionalen Kompetenzen in Ihrem Unternehmen zu fördern. Diese Strategien werden letztlich dazu führen, dass die Mitarbeiter bei der Arbeit glücklicher und erfolgreicher sind und respektvoll miteinander umgehen.

Mit den folgenden fünf Techniken können Sie Ihren EQ und den Ihrer Mitarbeiter steigern.

1.  Innehalten und über Gefühle nachdenken

Bei emotionaler Kompetenz geht es zunächst einmal um Selbst- und Sozialbewusstsein sowie um die Fähigkeit, Emotionen (und deren Auswirkungen) auf sich selbst und andere zu erkennen. Dieses Bewusstsein führt dazu, dass Menschen mit einem hohen emotionalen Intelligenzquotienten ihr Verhalten nicht von ihren Gefühlen bestimmen lassen.

Ein solches Bewusstsein beginnt mit einer Selbstreflexion.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter sich folgende Fragen stellen:

  • Wo liegen meine emotionalen Stärken und Schwächen?
  • Inwieweit beeinflusst meine derzeitige Gemütsverfassung meine Gedanken und meine Entscheidungsfindung?
  • Was spielt sich unter der Oberfläche ab und beeinflusst, was ich sage oder tue?

Solch reflektierende Fragen bringen wertvolle Erkenntnisse zutage, die zur Entwicklung neuer interpersonaler Kompetenzen genutzt werden können. Mit der Zeit entwickeln sie ein größeres Bewusstsein und Wertschätzung dafür, wie sie auf andere Menschen wirken, und lernen dabei, wie sie die negativen Einflüsse abschwächen und die positiven verstärken können.

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2.  Einfühlungsvermögen zeigen

Einfühlungsvermögen ist für alle Teammitglieder wichtig – nicht nur für Führungskräfte.

Bei Empathie geht es darum, die Gefühle anderer zu erkennen, auf sie einzugehen und sich auch in ihre Lage zu versetzen.

Es geht einem kürzlich erschienenen Artikel in der HBR (Harvard Business Review) zufolge darum, eine Reaktion von jemandem zu erhalten, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist. Wenn man die „Ich verstehe dich“-Ebene erreicht, ist schon ein wichtiger Schritt getan!

Menschen mit einem hohen emotionalen Intelligenzquotienten stellen sich folgende Fragen:

  • Wende ich die Platin-Regel an, d.h. behandle ich Menschen so, wie sie es gerne möchten (und nicht so, wie ich selbst behandelt werden möchte)?
  • Hinterfrage ich meine emotionale Reaktionen auf Menschen und Ideen?
  • Fällt es mir schwer, mit Menschen zu arbeiten und zu kooperieren, die anders sind als ich?

Ein Mensch mit einer ausgeprägten kulturellen Kompetenz ist nicht immer mit den Ideen anderer einverstanden.

Manchmal sind Gefühle aus dem Bauch heraus fehlerhaft und das Ergebnis unbewusster Voreingenommenheit.

Zeigen Sie, dass Sie gewillt sind, die Sichtweise des anderen zu verstehen – so können Sie eine engere Bindung zu den Kollegen aufbauen. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn Sie es mit jemandem zu tun haben, mit dem die Zusammenarbeit sich schwierig gestaltet. Problemlösende Fähigkeiten sind hierbei entscheidend.

3.  Verstehen ist wichtiger als antworten

Zuhören ist eine wertvolle soziale Kompetenz, die jedoch oft vernachlässigt wird. Auch wenn Sie mit dem Standpunkt Ihres Kollegen nicht einverstanden sind, ist es wichtig, dass Sie das Gesagte anerkennen, einfühlsam sind und sagen: „Ich höre dich“.

Der erstaunliche Erfolg von Oprah Winfrey beruht auf genau dieser Fähigkeit.

Sie bereitet für ihre Interviews keine langen Listen mit Fragen vor. Sie hört aktiv zu und leitet ihre nächste Frage aus der Antwort ihres Gesprächspartners ab. So einfach ist das. Durch diese simple und anschauliche Methode baut sie Vertrauen sowie eine Beziehung auf.

Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, sozial-emotionale Kompetenzen zu entwickeln, indem sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wie wirke ich auf meinen Gesprächspartner*Innen?
  • Folge ich dem Dialog wirklich?
  • Unterbreche ich meine Gesprächspartner*Innen?
  • Höre ich zu, damit ich wieder das Wort ergreifen kann, oder höre ich zu, um zu verstehen?

Wenn Sie in internationalen Teams tätig sind, ist es ist umso wichtiger, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Sprachliche bzw. kulturelle Barrieren können zu Missverständnissen führen und den Kommunikationsprozess weiter verlangsamen sowie emotional ungeschickte bzw. unangebrachte Reaktionen hervorrufen.

4.  Herausforderungen und Kritik als Lernchance

Bringen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, sich Gedanken zum richtigen Umgang mit Kritik zu machen und nutzen Sie das Feedback auf positive Weise.

Setzen Sie sich mit den Emotionen auseinander, die sie beim Erhalt des Feedbacks empfinden. Legen Sie außerdem den Fokus darauf, wie sie künftig mit einer ähnlichen Situation umgehen könnten.

Vielleicht war ja am Feedback etwas Wahres dran, obwohl es sehr grob und zu direkt formuliert war?

Menschen mit emotionalen Kompetenzen haben sich selbst beigebracht, zu reflektieren:

  • Warum bin ich so verärgert darüber?
  • Wie habe ich darauf reagiert?
  • Was kann ich tun, ohne jemand anderem die Schuld zu geben oder Ausreden dafür zu finden, warum ich so vorgegangen bin?

Je mehr emotionale Kompetenzen Sie entwickeln, desto leichter fällt es Ihnen, sich zu motivieren und auf Herausforderungen zu reagieren. Sie werden weiterhin versuchen, Ihre Ziele zu erreichen, auch wenn der Weg dorthin steinig sein kann.

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Nehmen Sie sich also die Zeit, um sich mit negativem Feedback auseinanderzusetzen, zu überprüfen und für die Zukunft angemessen zu bewerten. Und wenn Sie das Feedback verarbeitet und entsprechend gehandelt haben, gehen Sie weiter und halten Sie sich nicht länger damit auf.

5.  Eine erfolgreiche Gestaltung Ihrer Beziehungen

Wenn Sie die ersten vier Techniken ausreichend geübt haben, besteht der letzte Schritt zur Entwicklung Ihrer emotionalen Kompetenz darin, Ihre Beziehungen erfolgreich zu gestalten.

Eine ausgeprägte emotionale Intelligenz führt zu besseren sozialen Kompetenzen und Netzwerkfähigkeiten.

Menschen, die über einen hohen emotionalen Intelligenzquotienten verfügen, kommunizieren effektiver, lösen Konflikte reibungsloser und schaffen mehr Vertrauen bei Kollegen. Sie sind in der Lage, den Anderen die Erfolge zu gönnen.

Stellen Sie sich beim Umgang mit anderen Menschen bei der Arbeit folgende Fragen:

  • Bin ich nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der Anderen in meinem Team eingegangen?
  • War ich bei der Kommunikation mit jemandem aus einer anderen Kultur zu direkt oder zu indirekt?
  • Lobe ich Menschen und erkenne ich deren Leistungen bei der Arbeit an?

Techniken wie diese schaffen Vertrauen und inspirieren andere dazu, Ihrem Beispiel zu folgen, wenn es darauf ankommt. Das Erlernen einer emotionalen Kompetenz ist ein entscheidender Bestandteil der beruflichen Laufbahn eines jeden Menschen. Diese interpersonale Kompetenz verbessert sich auch mit zunehmendem Alter und Erfahrung. In einer schnelllebigen Welt ist es wichtig, den eigenen EQ zu verbessern, da er effektiv zu weniger Stress und Angst führt. Im Rahmen dieser Fähigkeitsentwicklung bietet Ihnen eine solche sozial-emotionale Kompetenz außerdem bessere Bewältigungsstrategien sowie eine größere Resilienz bei der Arbeit.

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